Microchip C30 Compiler unter Linux

Microchip’s C30 Compiler for PIC24 und dsPIC Mikrocontroller basiert auf dem GCC, so dass dessen Quelltexte frei verfügbar sind und auf verschiedenen Plattformen übersetzt werden können. Während ich mir vor einigen Monaten so meine Linux-Version selbst übersetzen musste, bietet Microchip inzwischen eine Beta-Version der MPLAB-X Entwicklungsumgebung inklusive dem GCC-basierten C30-Compiler für Linux an. Das C30-Paket trägt gegenwärtig die Versionsnummer 3.30b und basiert auf dem GCC 4.0.3.

Nach dem Herunterladen des C30-Installationspaketes verwundert es mich, dass dieses unbedingt root-Rechte haben möchte. Ich bin immer etwas vorsichtig, wenn es sich um einen proprietären Installer handelt, und ich vorher nicht einsehen kann, was er tut. Um zu überprüfen, dass bei der Installation nichts gefährliches passiert, habe ich die ganze Installation in einer Sandbox mitgetrackt. Glücklicherweise werden durch den Installer nur Dateien im Ordner /opt/microchip entpackt. Hierfür wohl auch die erforderten root-Rechte. Für den aufrufenen Benutzer werden anschließend in .bashrc und .profile der Programmsuchpfad PATH durch die Zeile

export PATH=/opt/microchip/mplabc30/v3.30b/bin:$PATH

erweitert. Besser hätte ich es gefunden, wenn der Installer auch ohne root-Rechte eine Installation im Benutzerverzeichnis zulässt.

Nach der Installation stehen die Binutils und der C-Compiler mit dem Prefix pic30- zur Verfügung. Leider kein GNU Debugger (gdb) – dafür aber ein Instruction-Set Simulator (sim30). Unterstützt werden 16-Bit Mikrocontroller der PIC24-, dsPIC30-, dsPIC33-Familien. Beim Übersetzen enstehen Binaries im Common Object File Format (COFF), die sich auf das Target flashen lassen.